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03-11-2020

Der Biosektor in Belgien wächst. Dieser Schweinehalter sieht Chancen für „Wechselwillige“

Afbeelding: Artikel 3 Wim Haeck
Wim Haeck.

In Wingene, Westflandern, liegt der Betrieb von Wim Haeck. Er ist gemeinsam mit seinem Cousin in der 3. Generation im Familienbetrieb Haeck, der seit den Fünfzigerjahren über den Betrieb Hapro unter anderem in der belgischen Schweinehaltung zu einem etablierten Begriff geworden ist. 

„Wir sind eine Art Kettenregisseur“, erklärt Wim. „Wir haben das Ziel, sowohl den Schweinehaltern als auch anderen Partnern in der Kette so viele Aufgaben wie möglich abzunehmen. Dies erfolgt durch das Anbieten von Kenntnissen, Beratung und Service. Zudem haben wir selbst einige Schweinemastbetriebe.“ Wim hält die Kontakte mit den Abnehmern und Verarbeitern des Fleisches, wodurch er gut einschätzen kann, was am Markt nachgefragt wird. Durch diese Kenntnisse ist er in der Lage, Schweinhalter bei der Auswahl der passenden Genetik und Futtermittel zu unterstützen. Er kann die Kunden auch mit diesen Ferkeln und Futtermitteln beliefern. So kann in der Kette ein maximales Ergebnis erzielt werden.

BioVar.be

Während Hapro sich zunächst nur auf die konventionelle Schweinehaltung konzentrierte, hat sich Wim Haeck in Zusammenarbeit mit dem Einzelhändler Colruyt Group und dem Fleischverarbeiter Delavi der Herausforderung gestellt, der Bio-Schweinehaltung in Belgien mehr Inhalt und Umfang zu verschaffen. Deshalb hat Wim unter dem Namen „BioVar.be“ im Jahr 2018 einen konventionellen Standort in Ruiselede in einen Bio-Standort verändert. Hier ist Platz für 100 bis 120 Sauen und 900 Mastschweine mit der Möglichkeit, über ein flexibles Stallsystem auf 400 Sauen zu wachsen. Seine Kenntnisse und Erfahrungen teilt er mit möglichen Wechselwilligen.

Zu Bio wechseln

Der Wechsel ist eine Herausforderung und nicht einfach. „Es ist eine Einstellung“, so Wim. Wo fängt man an, wenn man wechseln will? Untersuchen Sie, ob diese Form der Schweinehaltung zu Ihnen passt und was innerhalb Ihres Betriebes möglich ist. Lassen Sie sich anschließend durch externe Parteien informieren. Hier kann Reudink hinzugezogen werden. Matty van Tilburg ist Spezialistin für Bio-Schweinehaltung bei Reudink und im belgischen Markt „zu Hause“.

Die größten Unterschiede zwischen der konventionellen und der Bio-Schweinehaltung bestehen in der Haltung, den Futtermitteln, dem Mistabsatz und dem Stallmanagement. Herausforderungen bestehen laut Wim in den begrenzt vorhandenen Kenntnissen über Bio innerhalb der gängigen Viehhaltung und in der Verbesserung der Wahrnehmung der Bio-Schweinehaltung in Belgien. Außerdem sind das Management der Tiergesundheit und die Kontrolle der Kosten wichtig für den Erfolg. Durch den nachfragegesteuerten Markt muss der Absatz vor dem Wechsel gut geregelt sein.

Wachstum in Belgien