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02-03-2021

Passion für Bio-Milchviehhaltung: „Ein wahrer Kuhfan“

Die Familie Jakobs-Thelen
Die Familie Jakobs-Thelen

Dieser Milchviehhalter setzt auf Spitzenergebnisse und Qualität – im Einklang mit der Natur. Mit diesen biologischen Prinzipien als Ausgangspunkt kann viel erreicht werden. Wie schön ist das denn?

Im nordrhein-westfälischen Kall in der Eifel leitet Norbert Thelen zusammen mit seinem Großvater Herman-Josef Jakobs einen wunderschönen Bio-Milchviehbetrieb mit 140 Milchkühen und 80 Stück Jungvieh. Der Betrieb ist von 130 Hektar Grünland umgeben und wird von einem Bio-Ackerbauern vor Ort jährlich mit etwa 400 Tonnen Silomais versorgt – hat er doch so bestes stärkereiches Grundfutter für die hochproduktiven Kühe zur Verfügung.

Eine gute Produktion beginnt mit der Ration

Die Kühe sind in mehrere Gruppen unterteilt. Die neueste Gruppe ist eine Transitgruppe auf Stroh. Mit dieser Maßnahme hat sich das Abkalbeverhalten und der Start in die Laktation deutlich verbessert. „Die Tiere sind vitaler, gesünder und benötigen weniger Betreuung“, berichtet Norbert stolz. Der Wechsel in die Hochleistungsgruppe kann somit viel früher erfolgen. An all diese Gruppen wird seit Jahren eine Voll-TMR gefüttert, die mit jedem Futterwechsel, wenn nötig, angepasst wird. In der Niederleistungsgruppe wird eine Teil-TMR, kombiniert mit einem betriebsindividuellen Futter an der Station, gefüttert. Die Summe dieser Maßnahmen ist eine Produktion von über 10.000 kg Milch pro Kuh pro Jahr. Ziel von Norbert ist es, das Potenzial seiner Kühe, gepaart mit einem gutem (Futter-)Management, in eine optimale Produktion umzumünzen. 

Bio-Milchproduktion

Seit 2001 handelt es sich um einen Bio-Betrieb. Die Milch wird an die Molkerei Arla geliefert. Der Umstieg auf Bio war relativ einfach, da die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen bereits dem Extensivierungsprogramm von Nordrhein-Westfalen entsprach. Norbert berichtet: „Bio-Milch produzieren bedeutet für uns, dass die Kühe auf nachhaltige Weise gemanagt und gefüttert werden, damit sie eine hohe Lebensproduktion erzielen können.“ Mit einer Lebensproduktion von 42.000 kg und einem Remontierungsprozentsatz von 20 % steht der Betrieb schon sehr gut da. „Ein Liter Bio-Milch im Tank bringt mehr ein, als ein Liter Milch zur Fütterung eines nicht benötigten Kalbes“, berichtet Norbert.

Kontinuierliche Optimierung

In 2009 wurde der Kuh-Komfort durch einen Anbau verbessert. Der Stall verfügt jetzt über reichlich eingestreute Tiefstreuboxen und das Klima hat sich deutlich verbessert. „Licht und Luft sind die günstigsten Futtermittel“, erläutert Norbert. Außerdem ist die Grassilage von entscheidender Bedeutung. Da speziell für die Eifel geeignete Sorten bei der Grünlandnachsaat genutzt werden, ergeben sich Gras und Grassilage von guter Qualität und Quantität. Klare Vereinbarungen mit den Lohnunternehmern und ein ausgefeiltes Silagemanagement tragen hierzu bei.

Zur weiteren Entwicklung des Betriebes wird eine Beratung immer wichtiger. Norbert profitiert vom guten technischen Niveau bei Reudink und erkennt die Vorteile der bei Reudink vorhandenen Kenntnisse. „Ich weiß das Engagement der Reudink-Mitarbeiter zu schätzen. Dort bin ich Kunde und nicht eine Nummer“, so Norbert.

Die Zukunft