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17-04-2020

Wie viel Gülle benötigt Mais auf umgepflügten Grünlandflächen?

mais säen

Umgepflügte Grünlandflächen liefern so viel Stickstoff (N), dass für den Maisanbau kaum eine Gülledüngung erforderlich ist. Eine zusätzliche Düngung bewirkt eine Nitratauswaschung und führt zu unnötigen Verlusten von Stickstoff aus tierischem Dünger. Die Düngung mit Kalium ist jedoch immer erforderlich, am besten unmittelbar nach der Aussaat. Wir erläutern Ihnen das.

Wie funktioniert die Stickstoffnachlieferung von umgepflügten Grünlandflächen?

Der richtige Zeitpunkt zum Umpflügen (Fräsen) von Grünlandflächen ist meist die erste Märzhälfte. Durch die nassen ersten Monate und der dadurch bedingten schlechten Tragfähigkeit des Bodens wird dies an vielen Orten auf Ende März/Anfang April verschoben. Wenn die Mineralisierung der Grünlandfläche rechtzeitig erfolgt, kann der Mais den freigesetzten Stickstoff zum größten Teil nutzen.

Bei der rechtzeitigen und guten Einarbeitung des Grasnarbe kann diese viel Stickstoff liefern. Auch im zweiten und dritten Jahr nach dem Umpflügen liefert die umgepflügte Grasnarbe noch Stickstoff nach, denn die Mineralisierung dauert länger als ein Jahr. Es besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen der Stickstofflieferung von altem und jungem Grünland (siehe Tabelle). In der Bio-Landwirtschaft ist der Maisanbau auf der gleichen Parzelle für maximal zwei Jahre erlaubt.

  Alter des Grünlandes
Jahre nach dem Umpflügen 1 - 2 Jahre 3 - 5 Jahre >6 Jahre
1. Jahr, kg N pro Hektar 60 - 90 100 120
2. Jahr, kg N pro Hektar 0 30 50

Tabelle 1: Stickstoffnachlieferung (kg N pro ha) von Grünland unterschiedlichen Alters und bis zwei Jahre nach dem Umpflügen.

Geringe Güllegabe

Unter normalen Bedingungen ist im ersten Jahr nach dem Umpflügen deshalb für zusätzlichen Stickstoff kaum eine Gülledüngung erforderlich. Gülle ist jedoch eine gute Kaliumquelle. Deshalb ist eine geringe Güllegabe (15-20 m3) dennoch wünschenswert. Im zweiten Jahr nach dem Umpflügen ist die Nachlieferung des Grünlandes bereits etwas geringer und es wird eine höhere Güllegabe erforderlich. Abhängig vom Trockenmasseertrag und dem Stickstoffgehalt der Gülle sind 20 bis 25 m3 pro Hektar ausreichend.

Wie verhält es sich mit dem Kalium?

Mais ist ein echter „Kaliumfresser“. Kalium ist für die Festigkeit der Pflanze, für die Wirkung einer großen Anzahl an Enzymen, für das ordnungsgemäße Funktionieren der (Flüssigkeits-) Transportfunktionen in der Pflanze und für die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Trockenheit von Bedeutung. Normalerweise ist Gülle der größte Zufuhrposten von Kalium, doch im Falle von Mais auf umgepflügtem Grünland wird kaum tierischer Dünger verwendet. Ein ertragreiches Maisfeld entzieht dem Boden rund 250 kg Kalium pro Hektar. Dies wird durch die Nachlieferung aus der Mineralisierung des Grünlandes bei Weitem nicht gedeckt. Aus der unten angegebenen Tabelle zeigt sich, dass aus der Mineralisierung des Grünlandes in jedem Fall viel zu wenig Kalium verfügbar wird. Eine Zusatzdüngung mit Kalium ist deshalb in jedem Fall erforderlich.

 

Ohne Ernte 1. Schnitt
(kg K2O/ha)


Mit Ernte 1. Schnitt
(kg K2O/ha)
Lieferung aus der Stoppel 65 27,5
Lieferung aus den Wurzeln 30 27,5
Insgesamt 95 55

Tabelle 2. Menge an Kalium, die aus der Mineralisierung von umgepflügtem Grünland verfügbar wird.

Zeitpunkt der Kaliumdüngung

Streuen Sie die zusätzliche Kaliumdüngung vollflächig und direkt nach der Einsaat des Maises. So vermeiden Sie Beschädigungen am Keimling oder an den Blättern und das Kalium steht den Maispflanzen schnell zur Verfügung. Wenn der Mais bereits etwas größer ist, bleiben manchmal Körner in den Blattachseln hängen, das Blatt wird beschädigt oder es landen Körner im „Kelch“ von sich entfaltenden neuen Blättern. Dies kann zu Blattbeschädigungen führen.

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Haben Sie Fragen zur Düngung Ihrer Äcker? Kontaktieren Sie Ihren Spezialisten, Ihren lokalen Händler oder unseren Kundendienst unter 04447 - 7429 880. Wir unterstützen Sie gern!