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29-03-2021

Wie viel Gülle benötigt Mais auf umgepflügten Grünlandflächen?

mais säen

Umgepflügte Grünlandflächen liefern so viel Stickstoff (N), dass für den Maisanbau kaum eine Gülledüngung erforderlich ist. Eine zusätzliche Düngung bewirkt eine Nitratauswaschung und führt zu unnötigen Verlusten von Stickstoff aus tierischem Dünger. Eine Düngung mit Kalium ist jedoch immer erforderlich, am besten unmittelbar nach der Aussaat. Wir erläutern Ihnen das.

Wie funktioniert die Stickstoffnachlieferung von umgepflügten Grünlandflächen?

Der richtige Zeitpunkt zum Umpflügen (Fräsen) von Grünlandflächen ist spätestens Anfang April. Wenn die Mineralisierung der Grünlandfläche rechtzeitig erfolgt, kann der Mais den freigesetzten Stickstoff zum größten Teil nutzen. Bei der rechtzeitigen und guten Einarbeitung der Grasnarbe kann diese viel Stickstoff liefern. Auch im zweiten Jahr nach dem Umpflügen liefert die umgepflügte Grasnarbe noch Stickstoff nach, denn die Mineralisierung dauert länger als ein Jahr. Es besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen der Stickstofflieferung von altem und jungem Grünland (siehe Tabelle 1). In der Bio-Landwirtschaft ist der Maisanbau auf der gleichen Parzelle für maximal zwei Jahre erlaubt.

 

  Alter des Grünlandes
Jahre nach dem Umpflügen 1 - 2 Jahre 3 - 5 Jahre >6 Jahre
1. Jahr, kg N pro Hektar 60 - 90 100 120
2. Jahr, kg N pro Hektar 0 30 50

Tabelle 1: Stickstoffnachlieferung (kg N pro ha) von Grünland unterschiedlichen Alters und bis zwei Jahre nach dem Umpflügen.

Geringe Güllegabe

Unter normalen Bedingungen ist im ersten Jahr nach dem Umpflügen deshalb für zusätzlichen Stickstoff kaum eine Gülledüngung erforderlich. Gülle ist ebenfalls eine gute Kaliumquelle. Deshalb ist eine geringe Güllegabe (15-20 m3) dennoch wünschenswert. Im zweiten Jahr nach dem Umpflügen ist die Nachlieferung des Grünlandes bereits etwas geringer und es wird eine höhere Güllegabe erforderlich. Abhängig vom Trockenmasseertrag und dem Stickstoffgehalt der Gülle sind 35 bis 40 m3 pro Hektar ausreichend.

Wie verhält es sich mit dem Kalium?

Mais ist ein echter „Kaliumfresser“. Kalium ist für die Festigkeit der Pflanze, für die Funktion vieler enzymatischer Vorgänge und für das ordnungsgemäße Funktionieren des Flüssigkeitshaushaltes essentiell. Kalium übernimmt Transportfunktionen in der Pflanze und ist für die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Trockenheit von Bedeutung. Normalerweise ist Gülle der größte Zufuhrposten von Kalium, doch im Falle von Mais auf umgepflügtem Grünland wird kaum tierischer Dünger verwendet. Eine Maisernte von 45 Tonnen Produkt entzieht 160 kg Kalium pro Hektar. In den meisten Fällen wird der Kaliumbedarf durch die oben genannten Gülleeinträge und die Nachlieferung aus der Grasnarbe gedeckt (siehe Tabelle 2). Wenn Sie einen höheren Maisertrag erwarten und/oder den ersten Grasschnitt vor dem Pflügen ernten, dann ist eine zusätzliche Kaliumapplikation wünschenswert.

 

 

Ohne Ernte 1. Schnitt
(kg K2O/ha)


Mit Ernte 1. Schnitt
(kg K2O/ha)
Lieferung aus der Stoppel 65 27,5
Lieferung aus den Wurzeln 30 27,5
Insgesamt 95 55

Tabelle 2. Menge an Kalium, die aus der Mineralisierung von umgepflügtem Grünland verfügbar wird.

Zeitpunkt der Kaliumdüngung

Streuen Sie die zusätzliche Kaliumdüngung vollflächig und direkt nach der Einsaat des Maises. So vermeiden Sie Beschädigungen am Keimling oder an den Blättern und das Kalium steht den Maispflanzen schnell zur Verfügung. Wenn der Mais bereits etwas größer ist, bleiben manchmal Körner in den Blattachseln hängen, das Blatt wird beschädigt oder es landen Körner im „Kelch“ von sich entfaltenden neuen Blättern. Dies kann ebenfalls zu Blattbeschädigungen führen.

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