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14-12-2021

Zu echten Pionieren in der Bio-Geflügelhaltung „gekeimt“

Marjanne und Chris Borren
Marjanne und Chris Borren

Im Betrieb der Familie Borren - „De Lankerenhof“ in Voorthuizen (NL) - werden seit 1999 Bio-Aufzucht- und -Legehennen gehalten. Chris und Marjanne Borren sind die Bio-Grundprinzipien sehr wichtig und sie gehören zu den echten Pionieren in der Bio-Geflügelhaltung. Die Familie führt ständig Studien durch. Einerseits zur Betriebsoptimierung und andererseits, um zur Entwicklung des gesamten Bio-Sektors beizutragen. Wir besprechen die Erfahrungen des neusten Projekts: die Verwendung von Keimgetreide bei Legehennen.

Was ist keimen? Und warum ist es interessant?

Keimen ist der Prozess, bei dem der Keim eines Samens zu einer Keimpflanze heranwächst. Durch diesen Prozess werden Nährstoffe - wie Eiweiße, Aminosäuren, Zucker und Mineralien - als Nahrung für den Keim verfügbar, und die Enzyme im Korn werden aktiviert. Diese Nährstoffe sind daher auch für die Tiere, die diese Pflanzen fressen, leichter verfügbar. Keimen ist interessant, weil eine bessere Verwertung von Nährstoffen aus regional angebautem Getreide zu einer geringeren Abhängigkeit von internationalen Rohstoffen wie Soja oder mineralischen Phosphorquellen in Bio-Tierfutter führen kann. Eine nachhaltige Herstellung von Viehfutter, in Übereinstimmung mit den Bio-Kernprinzipien und dem Kreislaufgedanken.

Woher stammt die Idee zu gekeimtem Getreide?

Der Prozess

Die Familie begann mit dem Keimen von Getreide in Trögen und verfütterte es anschließend an Zweinutzungshähne. Und mit Erfolg: Die Tiere sind vitaler, haben mehr Farbe und nehmen weniger Luzerne auf. Anschließend wurde ein mechanisches Testmodell aus Österreich bei den Legehennen eingesetzt, bei dem sich gezeigt hat, dass die positiven Effekte wiederholt werden konnten. Dadurch bestand genügend Vertrauen für eine Änderung im Betriebsablauf.

Über das Förderprogramm 3 - Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums (nl.: Plattelandsontwikkelingsprogramma - POP3) konnte die Familie in eine Keimmaschine mit Zu- und Abfuhrsystem einschließlich eines automatischen Getreidestreusystems investieren. Es wurde auch ein Getreidespeicher gebaut. Die Maschine ermöglicht eine praktische Handhabe, die Keime an die Hennen zu verfüttern. Bestandteil des Förderprogramms ist die Forschung auf dem Hof. Die Studie dauerte drei Jahre und hatte den Titel „Nachhaltige Eiweißtransition durch Keimung regionaler ökologischer Futtermittelrohstoffe“. Der Einfluss der Fütterung von Getreidekeimen auf die Gesundheit und Leistung von Legehennen im eigenen Betrieb kam zu dem Ergebnis, dass ein erhebliches Potenzial für verbesserte Hühnerleistungen besteht. Tochter Hellen hat sogar ihr Studienabschlussprojekt an der Universität Wageningen zum Effekt von Keimen auf Legehennen auf dem Hof absolviert, um die positiven Ergebnisse quantifizieren und wissenschaftlich zu begründen.

Möchten Sie mehr über das Keimen von Getreide in der Praxis erfahren? Sind Sie an den Ergebnissen interessiert und was Keime für das Huhn bedeuten? Lesen Sie mehr darüber im Artikel Getreide keimen in der Praxis.

Welche Erfahrungen wurden gemacht?

Kip

Es ist noch ein langer Weg zu beschreiten, mit Raum für Verbesserungen, doch mit Sicherheit ein Weg mit Zukunftsperspektiven. Chris erzählt: „Es ist schön, im eigenen Betrieb Dinge in die Praxis umzusetzen und deren Effekt auf die Tiere zu sehen. Das gibt uns Energie! Ich kann beispielsweise durch die Fütterung von mehr oder weniger Keimen auf die Vitalität der Hennen einwirken. Die Fütterung von Keimen betrachte ich als eine zusätzliche Unterstützung bei Beständen mit mehr gesundheitlichen Herausforderungen. Hier in der Veluwe-Region ist z.B. die Geflügeldichte größer, wodurch ein höherer Virusdruck entsteht.“

Corine Walvoort, Produkt-Managerin bei Reudink, ergänzt: Dieses Projekt führt uns zurück zu den Grundlagen: Was sind die Bedürfnisse des Tieres, was passiert während des Keimungsprozesses und wie kann man dies nachweisen und durch eine Futterbewertung nutzbar machen? Es ist sehr interessant, sich mit der Familie auszutauschen als Partner in diesem Projekt und zu schauen, was im Stall passiert, um dann mit der Ration darauf zu reagieren. Es ist auch interessant zu untersuchen, was gekeimte Produkte bei anderen Tierarten wie Ziegen oder Absetzferkel bewirken können. Es gibt noch viele Fragen zu klären!“

Die Zusammenarbeit zwischen der Familie Borren und Reudink ist ein gutes Beispiel für „leaders in organic farming“ wobei das Ziel darin besteht, gemeinsam mit unseren Kunden zur Entwicklung des Bio-Sektors beizutragen.

Die POP3-Subvention für die Familie Borren wurde durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums vergeben: Europa investiert in seinen ländlichen Raum (ELER) und die Provinz Gelderland.

Die POP3-Subvention für die Familie Borren wurde durch den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums vergeben: Europa investiert in seinen ländlichen Raum (ELER) und die Provinz Gelderland.